2.Raminer Literaturgespräche

Ein Wochenende mit (selbst-)kritischem Denken und 

offenen Gesprächen – Kuratiert von Carl Hegemann

Vom 16. bis 18. September finden in Ramin, im phantastischen Gutshaus von Jolanta und Edward die 2. Raminer Literaturgespräche statt. Wieder treffen sich für 3 Tage und 2 Nächte 14 KünstlerInnen, SchiftstellerInnen, MusikerInnen und eine Filmemacherin, um sich zwanglos über das auszutauschen, was ihnen jetzt wichtig ist. Die 1. Raminer Literaturgespräche vor einem Jahr fanden zwar auch schon vor dem Hintergrund von Corona, Klimakrise und sich zuspitzenden Konflikten zwischen verschiedenen Weltmächten statt, aber es ging doch in erster Linie um uns, um unsere eigenen Widersprüche, Tragödien und Ausweglosigkeiten. Es wurde reflektiert und nachgedacht. Ergebnisoffen. Aber nun haben wir eine neue Weltlage. Es wird gehandelt. Die westlichen Demokratien, so marode sie sind, schwingen sich auf zur Rettung von Moral, Freiheit und Prosperität – durch schwere Waffen. Die Zeiten, wo der Satz „Wir sind die Guten“ nur ironisch verwendet wurde, sind vorbei. Wir kämpfen gegen das Böse. Archaische, einfache Weltbilder tauchen wieder auf. Der Feind wird zum Unmensch, Vernichtungswünsche und Rachephantasien werden offen ausgesprochen. Nibelungenhafte Untergangsszenarien prägen plötzlich weite Teile des politischen und kulturellen Bewußtseins. Vor diesem Hintergrund werden die KünstlerInnen und AutorInnen, die dieses Jahr in Ramin lesen und diskutieren, sich voraussichtlich als nachdenklich, kritisch und ambiguitätstolerant präsentieren und Andersdenkende nicht dämonisieren, sondern auf Dialog und Selbstreflexion setzen. Aber unsere differenzierten Denkanstrengungen sind nicht gerade geeignet, energisches schnelles Handeln zur Rettung von Menschenleben zu befördern. Denn Denken blockiert das Handeln und gut und böse sind nur schwer zu unterscheiden – vor allem im Krieg, dessen erstes Opfer bekanntlich die Wahrheit ist. 

 

Carl Hegemann

Carl Hegemann_AUTOR, Philosoph, Theaterschaffender

Wolfram Lotz_Autor, Dramatiker

Fabian Hinrichs_Schauspieler, Regisseur, Autor

Mathias Bröckers_Journalist, Autor

Kimmy Bährens_Slam-Poetin, Sozialarbeiterin

Nele Stuhler_Autorin, Regisseurin, Performerin

Marcus Steinweg_Philosoph, Kunsthistoriker, Kurator

Anna Melikova_Roman- und Drehbuchautorin

Lynn Takeo Musiol_Autor*in, Dramaturg*in Performer*in

Isabelle Stever_Film Grand Jeté 

Ari Plikat_Cartoonist und Illustrator

Daniel Regenberg_Pianist und Komponist

Christian Kuzio_Gitarrist und Komponist

Friederike Bernhardt_Musikerin

Sofia SIMITZIS_Theaterregisseurin

Wilfried Zoungrana_Politikwissenschaftler

Carl Hegemann

(geboren 1949) ist Philosoph und Theaterschaffender.

Nach seinem Studium der Philosophie, Soziologie und Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main promovierte er 1982 mit einer Dissertation über Identität und Selbst-Zerstörung. Grundlagen einer historischen Kritik moderner Lebensbedingungen bei Fichte und Marx. Er war Gastprofessor an der HDK Karlsruhe sowie Professor für Dramaturgie an der HMT „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seine Arbeit als Dramaturg führte ihn an zahlreiche Theater und Opernhäuser, so an das Burgtheater in Wien, nach Freiburg, Bochum, Köln, Zürich, Hamburg oder zu den Bayreuther Festspielen und nicht zuletzt an das Opernhaus in Manaus in Brasilien. Von 1996 bis 1998 war er Ko-Intendant am Berliner Ensemble. In der Zeit zwischen 1992 und 2017 arbeitete er immer wieder an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin unter der Leitung von Frank Castorf, insgesamt 15 Jahre, zuletzt als Chefdramaturg. Seine Arbeiten mit Castorf, Christoph Schlingensief, René Pollesch, Herbert Fritsch und dem Bühnenbildner Bert Neumann waren für das Theater prägend. 2018 gründete er die dramaturgische Beratungsagentur „Everyday live“. Der Titel ist zugleich der Untertitel seines jüngsten, 2021 erschienenen Buches Dramaturgie des Daseins. Darin nimmt er in einem Gespräch mit Boris Groys Bezug auf ein Stück von René Pollesch – Solidarität ist Selbstmord. Hegemann ist Kurator der 2. Raminer Literaturgespräche. Der Titel des Projektes lautet „Wir sind die Guten“.

Wolfram Lotz

(geboren 1981) ist Dramatiker, Lyriker und Hörspielautor.

Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, aufgewachsen im Schwarzwald. 

Er schreibt Stücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa. 2015 wurde er in der 

Kritiker­umfrage von Theater heute zum „Dramatiker des Jahres“ gewählt. 

Er lebt in Leipzig. Bisher erschienen sind die Bücher „Monologe“, „Drei 

Stücke“,  „Die Politiker“ und „Heilige Schrift 1“.

FABIAN HINRICHS

(geboren 1974) ist Theater- Film- Fernsehschauspieler, Regisseur und Autor.

Fabian Hinrichs wurde in Hamburg geboren, studierte dort zunächst Rechtswissenschaften, anschließend an der Folkwang Universität der Künste in Essen/Bochum Darstellende Kunst. In den vergangenen zwanzig Jahren prägte er als Schauspieler, Regisseur und Autor das deutschsprachige und internationale Gegenwartstheater, etwa in Paris, Rom, Amsterdam, Helsinki, Oslo, Madrid, Sao Paulo, Tokio, Zürich, Wien, München, Hamburg, insbesondere aber auch in Berlin. Auch als Filmschauspieler feiert er seit Jahren zahlreiche Erfolge, beispielsweise mit dem Oscar-nominierten „Sophie Scholl“ oder als „Tatort“-Ermittler Felix Voss. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Max Ophüls-Preis, den Alfred Kerr-Preis oder den Ulrich-Wildgruber-Preis. 2020 wurde er bereits zum zweiten Mal in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Theaterschauspieler des Jahres gewählt. Fabian Hinrichs ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie sowie der Deutschen Akademie für Fernsehen. 2023 wird im Ullstein-Verlag sein erstes Sachbuch erscheinen.

MATTHIAS BRÖCKERS

(geboren 1954) ist Autor und Publizist.

Matthias Bröckers studierte Literatur und Politik an der FU Berlin, gehörte zur 

Gründergeneration der taz, war dort bis 1991 Kulturredakteur und arbeitete 

danach für die „Zeit“, die „Woche“ und viele Rundfunkanstalten. Sein Buch 

„Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“ (mit Jack Herer) löste 1993 

die Rennaissance von Cannabis in der Medizin und der Landwirtschaft aus. 

Mit dem interationalen Bestseller „Verschwörungen, Verschwörungstheorien 

und die Geheimnisse des 11.9″ (2002) eroberte er dann einen Spitzenplatz 

als notorischer „Verschwörungstheoretiker“, den er mit „Wir sind die Guten – 

Ansichten eines Putinverstehers“ 2014 zementierte.  Das mit Paul Schreyer 

verfasste Buch erschien 2019  unter dem Titel „Wir sind IMMER die Guten“ 

in einer erweiterten Neuausgabe. Seit Januar 2022 schreibt er auf seinem 

Blog broeckers.com die „Notizen vom Ende der unipolaren Welt“, die Ende 

September auch gedruckt erscheinen werden.

Kimmy Bährens

(geboren 1995) schreibt, arbeitet sozial wie unsozial, tritt auf Bühnen und wenn sie jetzt nicht revolutioniert, revolutioniert das Jetzt sie.

Bis sie zwei Jahre alt war, konnte sie nicht laufen. Oder wollte nicht. Sie 

bewegte sich jedenfalls, indem sie rückwärts auf den Boden von Tatsachen 

blieb und den Blick über die Schulter werfend nach vorn schaute. Während 

Angst ihr Mut macht und Mut ihr Angst, ist sie dabei Worte und Emotionen 

zu begreifen, die Menschen in Köpfen gefangen nehmen und freigeben, um 

ein Jetzt zu umgehen oder mit ihm umzugehen. Sie widerfuhr Menschen im 

Studium der Sozialen Arbeit, unter anderem in dokumentarischen Theater- 

und Hörspielproduktionen an der Bürgerbühne in Frankfurt Oder, durch ihren 

Vortrag auf einer Fachtagung für systemische Sozialarbeit (Gehen wir mit 

Verletzungen um, indem wir sie umgehen? https://www.youtube.com/

watch?v=5WGDMmSyP-k&t=1159s) und war bis vor kurzem 

Schulsozialarbeiterin in Berlin Kreuzberg. Sie teilt lebensmüde und -wache 

Erfahrungen, indem sie diese in umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln 

wie Worten, Emotionen und Humor auf Poetryslam-Veranstaltungen („Auf 

einer Skala von 1-10 wie groß ist dein Arschloch…-verhalten https://www.

youtube.com/watch?v=g9VGsj-QFUs) oder Stand-Up-Comedy- und 

Theaterbühnen fährt. Seit Neustem wird sie von dem Begriff Jugendzentrum 

ins Leben gerufen, um es zukünftig in Jugendlichen zu gründen.

Anna Melikova

(geb.1984), ist Drehbuchautorin, Schriftstellerin, Filmkritikerin, Filmkuratorin, ukrainische Staatsbürgerin.

Anna Melikova aufgewachsen in einer Kleinstadt auf der Krim (UkrSSR), 

studierte in Kyjiw deutsche Philologie, hat in Moskau als Programmleiterin 

des Dokufilmzentrums und als Programmleiterin des „2morrow Film Festivals“ und auch als Filmkritikerin gearbeitet. Seit 2014, d.h. seit Maidan, Annexion ihrer Heimat – der Krim – und Anfang des Krieges in der Ostukraine, hat Anna auf Russisch gesellschaftliche Artikel zu diesem Thema veröffentlicht, über darüber reflektierende Filme filmkritische Texte geschrieben und an eigenem autofiktionalen Debut-Roman gearbeitet, wo es um den langsamen Trennungsprozess in einer lesbischen co-abhängigen Beziehung vor dem Hintergrund des Krieges und der Separation der Ukraine von Russland geht. 2017 zog sie nach Berlin. Sie hat bei dem Kunstprojet „DAU“ als künstlerische Assistentin gearbeitet. Sie arbeitet als Beraterin der osteuropäischen Filme bei dem Frauen Filmfestival in Dortmund und Köln. Schreibt als Filmkritikerin für Filmdienst.de und ukrainische Medien Lb.ua und Moviegram. Ihre Prosatexte wurden in verschiedenen literarischen Zeitschriften veröffentlicht. Der Debut-Roman unter dem Titel „Ich ertrinke in einem fliehenden See“ wurde im Januar 2022 abgeschlossen und sollte in Russland im Verlag „No Kidding Press“ veröffentlicht werden, aber der aktuelle Krieg hat es inzwischen unmöglich gemacht. Mit diesem Roman ist sie Stipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin 2022 geworden. Ihre erste Drehbucharbeit, der Film GRAND JETÉ (Regie: Isabelle Stever), wurde 2022 auf der Berlinale präsentiert. 

Lynn Takeo Musiol

Autor*in und Künstler*in.

Lynn Takeo Musiol (*Skorpion) ist Autor*in und Regisseur*in mit dem Fokus 

auf Klima, Klasse und Queerness. Sie*er studierte Soziologie, 

Islamwissenschaften und Internationale Kriminologie in Hamburg, Budapest 

und Amman. Lynn Takeo schreibt regelmäßig für das Wetter und Nachtkritik, 

und veröffentlicht zusammen mit Eva Tepest Prosa, Kritik und Essay für taz, 

Glitter, Bella Triste, Akademie der Künste Berlin, Berliner Festspiele. Sie*er ist 

Mitgründerin des Performancekollektivs les dramaturgx und dem DYKE 

DOGS Salon. Aktuell schreiben Lynn Takeo Musiol und Eva Tepest an ihrem 

Debütroman. 

Auszeichnungen: Stipendiat*in der Akademie der Künste Berlin (2019), 

Stipendiat*in des Goethe Instituts Tel Aviv (2020), Finalist*in des open 

Mike – Wettbewerb für junge Literatur (2020).

Isabelle Stever

(geb.1963) ist Regisseurin, Autorin und arbeitet als freie Dozentin an deutschen und internationalen Filmhochschulen.

1994 Mathematik-Diplom. 2002 DFFB-Regiestudium. Abschlussfilm ERSTE EHE erhält Regie-Nachwuchspreis „First Steps“. Debüt GISELA wird
auf dem int. Filmfestival Locarno 2005 uraufgeführt, erhält den
„Crossing Europe Award“ und „Best Baltic Debut“. 2009 steuert sie einen
Kurzfilm zu DEUTSCHLAND 09 bei, der im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt wird. 2010 GLÜCKLICHE FÜGUNG läuft auf dem Int. Filmfestival Toronto, 2016 DAS WETTER IN GESCHLOSSENEN RÄUMEN bekommt dem 
2morrow Film Festival Moscow die Preise für Beste Performance und Beste Story. 2021 war Isabelle Stever Stipendiatin
der Villa Aurora. 2022 hatte GRAND JETÉ im Panorama der Int. Filmfestspiele Berlin Weltpremiere. Stevers Regiearbeiten werden von der Filmgalerie 451 verliehen. 

In ihrer künstlerischen Arbeit strebt Isabelle Stever das Unkonventionelle
und Unvorhersehbare an. „Ich werde inspiriert durch reale Charaktere
und Begebenheiten. In meinen Filmen setze ich die Versatzstücke aus der
Realität oft an eine ungewöhnliche Stelle, um eine Wachheit im
Betrachter zu erreichen, so dass er eingeladen wird, die Zusammenhänge
aus der Realität zu hinterfragen.“ Momentan arbeitet sie mit ihrer
Ehefrau Anna Melikova (Drehbuchautorin: Grand Jeté) an neuen
Filmprojekten.

ARI PLIKAT

(geboren 1958) ist Illustrator und Cartoonist.

Er studierte Visuelle Kommunikation in Leeds und Dortmund, wo seitdem 

seine Illustrationen, Cartoons und komischen Bilder und Drucke entstehen.

Seine Cartoons erscheinen u.A. in Titanic, taz, Stern, Eulenspiegel, Zitty,

Pardon, Italien, Berliner Tagesspiegel, FAZ, Häuptling Eigener Herd, Spiegel, 

trailer, U-Comix …

 

Auszeichnungen: Art Directors Club Deutschland Gold 1987, Clio Award USA 

1988, ÄON-Preis für Kreativität 1998, 2. Platz Deutscher Karikaturenpreis 

2006, Silveren Hoet Cartoonfestival Knokke 2007, 2. Platz Rückblende 2009, 

Die silberne Kuh Langnau 2010, Sondermannpreis für komische Kunst 2010,  

1. Preis Kategorie Freundschaft & Partnerschaft im Karikaturenwettbewerb 

zum Alter: „Schluss mit lustig“  des Bundesministeriums für Familie, Senioren, 

Frauen und Jugend 2015, 1. Preis Kategorie Cartoon: „Erstmal“-Wettbewerb 

„Möwen.Müll.Und Meerjungfrauen 2020″, Dritter Platz Deutscher 

Karikaturenpreis 2020.

Daniel Regenberg

(geboren 1976) ist Pianist und Komponist und auch ein bisschen Regisseur und Autor.

Er studierte Mathematik und Philosophie an der Humboldt-Universität, Klavier (Jazz/Improvisation) an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, sowie Filmkomposition an der HFF Konrad Wolf Babelsberg. Am Theater arbeitete Regenberg als musikalischer Leiter und mitunter auch Bühnenpianist u. a. mit Oliver Frljic, Sebastian Baumgarten, Nicolas Stemann, Karin Henkel, Karin Beier, Ivan Panteleev und immer wieder Milan Peschel, außerdem komponierte und produzierte er die Musik für diverse Tanzproduktionen und Filme. Darüber hinaus veröffentlichte Regenberg mehrere Musikalben und versuchte sich gelegentlich auch als Autor und Regisseur. Mit seiner früheren Lebensgefährtin Maria Kwiatkowsky entwickelte er die Kunstfigur „Paff Meisi“, und mit dieser Figur brachten sie ein Album (Intimtattoo) im Volksbühnenlabel raus und veranstaltete dort monatlich die Laid Night Show des „King of Cock“ im Roten Salon. Als Initiator, Regisseur, Drehbuchautor und Filmmusiker machte Regenberg einen Spielfilm und eine 12-teilige Webserie, Torstrasse intim, angeblich damals die erste in diesem Umfang weltweit. Er ist in das Klavierspiel des späten Sokolov verliebt und widmet viel Zeit und Liebe der Suche nach einem gesanglichen Ton, einem tiefenemotionalen Spiel sowie seiner eigenen Musik. Er war über Jahre schwer drogensüchtig, ist jetzt seit längerem clean und schreibt an einer groß angelegten Trilogie über seine Zeit als Junkie.

Christian Kuzio

(geboren 1979) ist Gitarrist und Komponist.

Er studierte E-Gitarre an der HMT Rostock, Komposition an der LTU Piteå in Schweden und Produktionstechnik am Recordinginstitute Detroit. Sein musikalisches Schaffen ist geprägt von improvisierter Musik, so pflegt er seit Jahren Kollaborationen mit dem Tablameister Swapan Bhattacharya in Kalkutta und dem franko-kanadischen Improvisateur Frédéric  Lebrasseur. Als musikalischer Leiter und Komponist zeichnet er für mehr als 50 Theaterproduktionen, sowie verschiedene Kurzfilme verantwortlich. 2006 veröffentlichte er sein Soloalbum meditation for the nation und ist seitdem als Studio-Engineer für verschiedene Produktionen zeitgenössischer Musiker tätig. Mit seinem Livehörspiel Eine Elektrodysse tourte er für das Goethe-Institut und spielte weiterhin auf dem Jazzfestival Kopenhagen, dem Hörspielfestival „Prix Marulic“ in Kroatien, dem Multimediafestival „Mois Multi“ in Quebec und eröffnete 2018 als Gast bei „Machine de Cirque“ Stockholms Kulturfestival. 

FRIEDERIKE BERNHARDT

(geb.1986) Komposition & Bühnenkunst.

Friederike Bernhardt studierte Klavier in Toulouse sowie Dramaturgie und 

Elektroakustische Komposition in Leipzig. Sie arbeitet hauptsächlich als 

Bühnenmusikerin und Komponistin für Film und Theater, an Sound- und 

Videoinstallationen, an Hörspielen für DLF, SWR und WDR sowie für das 

LAWBF-Kollektiv. 

Seit 2011 ist sie Jurymitglied des Klangsuechtig-Wettbewerbs für Filmmusik.

Marcus Steinweg

(geb. 1971) ist Philosoph, Autor und Vortragskünstler.

Marcus Steinweg lebt und arbeitet in Karlsruhe und Berlin. Er studierte 

Philosophie, Germanistik und Altgriechisch in Freiburg i.Br., sowie Bildende 

Kunst an der HBK Braunschweig. 2011 schloss er dort mit dem Diplom ab. 

2017 folgte die philosophische Promotion an der HfBK Hamburg. Seit 1996 

hielt er ca. 500 internationale Vorträge u.a. in Moskau, Athen, London, Paris, 

Stockholm, New York, Basel, Los Angeles, München, Havanna, Madrid, 

Reykjavik, Helsinki, Minneapolis, Rom, Amsterdam, Prag, Berlin, Warschau, 

Oslo, Zürich. Er legte seit 1994 zahlreiche Veröffentlichungen vor und trat in 

Zusammenarbeit mit Thomas Hirschhorn mit Kunstprojekten an die 

Öffentlichkeit.

Nele Stuhler

(geb.1989), Autorin, Regisseurin und Performerin.

Nele Stuhler, geboren in Gorzów Wielkopolski, aufgewachsen in Berlin. 

Studierte Volksbühne in Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen 

und Szenisches Schreiben in Graz. Sie arbeitet als Autorin, Regisseurin und 

Performerin und schreibt alleine oder mit anderen. Meistens für das Theater. 

Oder Hörspiele. (Zuletzt: Keine Ahnung, DLF Kultur). Ihr Buch „Keine Ahnung“ 

ist im Korbinian Verlag erschienen. Sie ist Mitglied des Theaterkollektivs FUX 

und des Text- und Regieduos Stuhler/Koslowski.

WILFRIED Zoungrana

(geb.1986), ist promovierter Politikwissenschaftler.

Er leitet Projekte in einem IT-Unternehmen und unterrichtet Data Analytics 

an der Hochschule für Medien, Komunikation und Wirtschaft in Berlin.

Von 2009 bis 2012 war als Übersetzer und Darsteller für Schlingensief und 

Via Intolleranza II tätig.

Sofia Simitzis

ist eine deutsch-griechische Regisseurin für Oper und Theater mit Schwerpunkt auf zeitgenössischem Musiktheater.

Sie realisiert national und international ungewöhnliche Musiktheaterprojekte. 

Zu ihren letzten Arbeiten zählen zwei große Uraufführungen: „The Soccer 

Opera“ beim Athens & Epidaurus Festival in Griechenland und „Ahead of 

Struwwelpeter“, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, sowie

„Apokalypse Baby“ nach Virginie Despentes am Badischen Staatstheater.

Aktuell arbeitet sie an einem neuen Musiktheater Tanz Performance Film zu 

OlgaNeuwirths „Dreydl“.

Infos & Anmeldung

Programm

Freitag // 16.09. // 20:00 – 21:30 Uhr

Alles Gute

Informationen, Streit und Nachdenken über die Themen

Samstag // 17.09. // ab 18:00 Uhr

Text und Musik

Lange Nacht der AutorInnen

ab 21:45 Uhr // Freilichtbühne 

Film „Grand Jeté“ (D 22) 

von Isabelle Stever, im Beisein der Regisseurin und Autorin

Sonntag // 18.09. // 12:00 – 13:30 Uhr

Kater

Frühstück, Rückblick, Ausblick

An allen drei Tagen finden öffentlich zugängliche Veranstaltungen statt, darunter musikalische Beiträge von 

Daniel Regenberg, Christian Kuzio und Friederike Bernhardt sowie eine Ausstellung des Cartoonisten Ari Plikat.

Am Freitag und Sonntag ist das Gutshaus kostenfrei für BesucherInnen geöffnet. Für die Teilnahme an den 

Raminer Literaturtagen ist eine Anmeldung per E-Mail erforderlich. Bitte senden Sie daher für die jeweiligen 

Tage, an denen Sie uns besuchen möchten, eine E-Mail an: ramin.gutshaus@gmail.com

Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten im Umkreis des Gutshauses können Sie dort ebenfalls 

bekommen. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität ist die Anmeldung lediglich bis zum 14. September 2022 

möglich. Nach Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail. 

Am 17. September sind BesucherInnen ab 18 Uhr dazu eingeladen, sich an den Lesungen, Gesprächen und 

musikalischen Beiträgen zu beteiligen. Die Austauschformate entwickeln sich organisch und spontan, 

losgelöst von einem detaillierten Rahmenprogramm und inspiriert von den individuellen Gedanken und 

Beiträgen der Anwesenden. Geplant sind lediglich ein gemeinsames Abendessen sowie, ab 21:45 Uhr, die 

Aufführung des Filmes „Grand Jeté“ von Isabelle Stever im Beisein der Regisseurin und Autorin auf der 

Freilichtbühne. Tickets für diese „Lange Nacht der AutorInnen“ sind für 15 € an der Abendkasse erhältlich.

Ein Begrüßungsgetränk sowie ein Abendessen sind im Preis inbegriffen. Bitte teilen Sie uns daher mit, ob sie 

die vegetarische Variante oder das regionale Wildschweingericht bevorzugen.  

Eine Anmeldung per Mail im Voraus an ramin.gutshaus@gmail.com ist erforderlich. 

 

Im Gutshaus Ramin finden seit mehreren Jahren verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt. Umgeben von 

Wiesen und Feldern erlaubt ein Aufenthalt hier uneingeschränkte Konzentration, freie Ideenentwicklung und 

das Ein- bzw. Abtauchen in eine ungewöhnliche kulturelle Welt. Der Ort bringt ein umfangreiches und breit 

gefächertes Stammpublikum mit sich, welches regelmäßig zu den Veranstaltungen im Gutshaus erscheint. 

In beinahe familiärer Atmosphäre entsteht so ein intimer Ort des Gedankenaustausches und der Kollaboration.

 

Gutshaus Ramin, Dorfstraße 41, 17321 Ramin

Das Projekt wird gefördert im Rahmen von 

„Neustart Kultur“ der Beauftragten der 

Bundesregierung für Kultur und Medien 

durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

gefördert durch